2019
 
Aktionskonsens

Action consensus in English below

Der Aktionskonsens stellt einen Rahmen der „Ende Geländewagen“-Aktion am Aktionstag für Klimagerechtigkeit dar, innerhalb dessen wir agieren wollen. Der Aktionskonsens soll ermöglichen, dass die „Ende Geländewagen“-Aktion für alle Teilnehmenden transparent und einschätzbar ist. Auch in einer Aktion mit vielen Menschen und unterschiedlichen Akteur*innen wollen wir aufeinander achten und uns unterstützen. Wir laden alle Menschen ein, den Aktionskonsens anzunehmen und sich an der Aktion zu beteiligen. Nur in Solidarität mit allen Teilnehmenden können wir die Ungerechtigkeiten des Systems sichtbar machen und mögliche Veränderungen aufzeigen.

Am 31. Mai 2019 werden im Rahmen des Aktionstags für Klimagerechtigkeit in Wien vielfältige und bunte Aktionen zum Thema Mobilität stattfinden, unter anderem auch „Ende Geländewagen“. Mit einer Aktion des zivilen Ungehorsams werden wir ein klares Zeichen für Klimagerechtigkeit setzen.

Der motorisierte Individualverkehr und eine Mobilität, die auf der Ausbeutung von Mensch und Natur beruht, sind ursächlich für die globale Klimaerwärmung und ihre dramatischen Folgen. Daher fordern wir eine umfassende Mobilitätswende. Angesichts der Dringlichkeit der Klimakrise halten wir es für notwendig und angemessen, einen Schritt weiter zu gehen: vom öffentlichen Protest zum zivilen Ungehorsam.

Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten, von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir gefährden keine Menschen oder andere Lebewesen. Wir werden mit unseren Körpern protestieren, blockieren und besetzen. Wir werden uns nicht von materiellen Hindernissen aufhalten lassen. Absperrungen von Polizei werden wir durch- oder umfließen. Wir werden uns auf keine Provokationen einlassen. Unsere Aktion wird ein Bild der Vielfalt, Kreativität und Offenheit vermitteln. Sie richtet sich nicht gegen einzelne Menschen (Autofahrer*innen, Polizist*innen, etc.), sondern gegen ein ausbeuterisches und klimaschädliches System.

Die Sicherheit der Aktivist*innen und aller anderen Beteiligten hat für uns oberste Priorität. Wir bereiten uns gut auf die sichere Durchführung der Aktion vor.

Wir kommen aus verschiedenen sozialen Bewegungen und politischen Spektren. Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für das Gelingen der Aktion. Wir wollen eine Situation schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen. Mit Aktionstrainings im Vorfeld werden wir uns gemeinsam auf die Blockade vorbereiten.

Wir verstehen uns als Teil der Bewegung für Klimagerechtigkeit und sind solidarisch mit allen, die Widerstand gegen die menschengemachte Klimakrise leisten. Unsere Kämpfe sind feministisch, antifaschistisch, antirassistisch und antikapitalistisch. Wir akzeptieren keine Diskriminierungen, weder alltäglich noch strukturell. Jeglichen homophoben, nationalistischen, rassistischen oder anderen reaktionären Gedanken treten wir entschieden entgegen.


Action consensus

The action consensus provides a framework for the action “Ende Geländewagen” on the Action Day for Climate Justice. This action consensus is a premise for making the “Ende Geländewagen” action transparent and well-assessable for all participants. Even in an action with many people and different actors we want to support and look after each other. We invite all people to embrace this action consensus and to participate in the action. Only in solidarity with all participants can we make the injustices of the system visible and point out possible changes.

On 31 May 2019, the Action Day for Climate Justice in Vienna will feature diverse and colorful activities on the subject of mobility, including “Ende Geländewagen”. With an action of civil disobedience, we will set a clear sign for climate justice.

Motorised private transport and mobility based on the exploitation of humans and nature are the causes of global warming and its dramatic consequences. We therefore call for a comprehensive turnaround in mobility. In view of the urgency of the climate crisis, we consider it necessary and appropriate to go a step further: from public protest to civil disobedience.

We will behave calmly and carefully and will not trigger any escalation or put anyone in danger. We will protest, block and occupy with our bodies. We will not be stopped by material obstacles. We will flow through or around police barriers. We will not engage in any provocations. Our action will convey an image of diversity, creativity and openness. It is not directed against individual people (drivers, police, etc.), but against an exploitative and climate-damaging system.

The safety of activists and all other participants is our highest priority. We prepare ourselves well for the safe execution of the action.

We come from different social movements and political spectrums. Together we take responsibility for the success of the action. We want to create a situation that is transparent for all participants and in which we support and look after each other. In action trainings ahead of the blockade we will prepare together for the action.

We see ourselves as part of the movement for climate justice and show solidarity with all those who resist the man-made climate crisis. Our struggles are feminist, anti-fascist, anti-racist and anti-capitalist. We do not accept discrimination, neither everyday nor structural. We oppose all homophobic, nationalistic, racist or other reactionary ideas.